künftige Termine

Einladungen erscheinen in der Regel am Wochenende vor der Veranstaltung hier und auf Facebook.

  • 25.03.2021: Schopenhauer und Freud
  • 29.04.2021: Träume von Lotterien und Tinte
  • 27.05.2021: Egoismus und Wahn
  • 24.06.2021: Traumorgan und Gangliensystem
  • 29.07.2021: Ein Geisterseher in Frankfurt a.M.
  • 26.08.2021: Schein und Täuschung
  • 30.09.2021: Virtuelle Verlockungen
  • 28.10.2021: Letzte Träume
  • 25.11.2021: Lebenstraum und Lebenslüge
  • 16.12.2021: Vom Traumschlaf des Kapitalismus

25.03.2021: Zoom-Jour Fixe: Schopenhauer und Freud

Liebe Schopenhauer-Freunde und Jour Fixe-Teilnehmer,
zur nächsten Sitzung des Jour fixe am kommenden Donnerstag um 18.00 Uhr, die erneut online stattfindet, möchte ich Sie herzlich einladen.
In der letzten Sitzung hatten wir uns ausführlich mit dem berühmten Text auf S. 25 der ersten Auflage des Hauptwerks befaßt, der das Leben und die Träume als „Seiten ein und desselben Buches“ ansieht. Dem Text war zu entnehmen, daß Träume zum Leben gehören, vielleicht sogar als dessen wichtigerer Teil anzusehen sind, vor allem aber eine sinnhafte Struktur haben, die sich – mit einige Mühe – auch entziffern läßt.
Das Ziel von Schopenhauers Traumanalyse ist eine rationale Behandlung des Irrationalen, um es einmal etwas paradox auszudrücken, wobei unter dem „Irrationalen“ das begrifflich nicht vollständig zu Erfassende zu verstehen ist.
Bevor wir uns an das große Thema „Schopenhauer und Freud“ machen, ist aber noch ein kleiner Seitenblick zu werfen auf ein Buch, das gerade in der Zeit erschienen ist, in der Schopenhauer seinen großen Wurf konzipierte. Ich meine die Symbolik des Traumes von Gotthilf Heinrich Schubert aus dem Jahr 1814, einem Freund und Anhänger Schellings, die Schopenhauer kannte. Seine despektierlichen Äußerungen über den Autor und das Buch, die Hübscher - wie üblich - ungefiltert weitergibt, könnten dazu verleiten, die Bedeutung dieser Schrift zu unterschätzen.
Dem Traum ist dort eigentlich nur ein einziges Kapitel gewidmet, nämlich das erste. Dort formuliert er in aller Kürze und erstaunlich weitsichtig einige hervorstechenden Charakteristika des Traumes. Hochinteressant ist seine Angabe, so etwas wie eine „Erziehung“ der anderen Seite des menschlichen Lebens zu beabsichtigen. Bei Freud heißt es dann später: „Wo ES ist soll ICH werden.“ Besonders spannend sind seine Äußerungen über das Gangliensystem, das sich vom Gehirn, dem Zerebralsystem, wesentlich unterscheiden soll. Schubert war Arzt und bietet eine Fülle von medizinischen Einsichten, die dem ehemaligen Medizinstudenten Schopenhauer sehr eingeleuchtet haben dürften. Er selbst wird dann später versuchen, das Gangliensystem als physiologisches Substrat des unmittelbaren Mitgefühls herauszustellen. Außerdem befaßt Schubert sich mit einer ganzen Reihe der mit dem Traum zusammenhängenden Phänomene, zwar nicht so systematisch wie im Versuch über das Geistersehen (1851), aber doch relativ konsequent. Übrigens begegnet auch der Ausdruck Traumdeutung bereits in Schuberts Buch. – Es gibt einen empfehlenswerten Reprint der Erstausgabe (Heidelberg 1968), den Sie vielleicht einmal durchblättern. Die Erstausgabe ist deshalb interessant, weil Schubert später die Traumseite der Seele deutlich negativer eingeschätzt hat.
Ziel der Sitzung ist es aber, etwas über Schopenhauer und Freud zu erfahren. Freud zitiert einige Schriften Schopenhauers in seiner Traumdeutung, aber die größte Nähe zeigt sich im VI. Kapitel, als es um die Darstellung der Traumarbeit geht. Mein Vorschlag wäre es, die Seiten 280 f. der Studienausgabe (Band II) gemeinsam zu lesen. Freud war überzeugt, mit der Traumdeutung eine große Entdeckung gemacht zu haben. Während Schopenhauer meinte, das Welträtsel mit seinem Hauptwerk gelöst zu haben, ging Freud davon aus, dem Rätsel der menschlichen Seele mit der Traumdeutung auf die Spur gekommen zu sein. Der Traum war sein Paradigma. In der Vorbemerkung zur 1. Auflage schreibt er: „Wer sich die Entstehung der Traumbilder nicht zu erklären weiß, wird sich auch um das Verständnis der Phobien, Zwangs- und Wahnideen, eventuell um deren therapeutische Beeinflussung, vergeblich bemühen.“ Das ist doch ein schöner Anreiz!
Übrigens hat die Schopenhauer-Gesellschaft vor einiger Zeit eine Tagung zum Thema „Die Entdeckung des Unbewußten. Die Bedeutung Schopenhauers für das moderne Bild des Menschen“ organisiert, mit vielen interessanten Beiträgen zur Philosophie, Anthropologie, Charakterologie, Kunst und natürlich Psychologie und Psychoanalyse. Der Band ist als Sonderband des Jahrbuchs 2005 bei Königshausen und Neumann erschienen. Auch das „träumerische“ Durchblättern dieses Bandes bzw. die Lektüre könnte für unser Thema hilfreich sein.

Zoom Einwahldaten:
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Einwahl nach aktuellem Standort
+49 69 3807 9883 Deutschland

In der Hoffnung, daß es Ihnen gut geht und Sie gesund sind und es auch bleiben, grüßt Sie herzlich
Ihr
Thomas Regehly

25.02.2021: Zoom-Jour Fixe: Phantasmen und Bedeutung

Liebe Schopenhauer-Freunde und Jour Fixe-Teilnehmer,
zum nächsten Jour Fixe am kommenden Donnerstag, dem 25. Februar, möchte ich Sie ganz herzlich einladen! Der Jour Fixe findet erneut online statt und beginnt um 18.00 Uhr. Sie erhalten von Michael Crass den Link und können sich dann direkt einwählen.
In der ersten Sitzung hatte ich Ihnen das Programm für das Neue Jahr erläutert. Unsere Leitfrage lautet: Sind Träume für Schopenhauer und uns nur „Schäume“ – oder gehören sie zum Leben dazu? Wenn ja, in welcher Weise? Könnten Träume – einige zumindest – sich mitunter sogar als realer erweisen als das sogenannte wirkliche Leben? Sie kennen vermutlich den erstaunlichen Satz: „Wahr ist nur das, was sich träumen läßt“, der in diese Richtung weist.
Schopenhauer hat dieses Thema immer wieder behandelt. Es gibt eigentlich keine Schrift von ihm, in der diesem Thema gar keine Aufmerksamkeit geschenkt wird. Nachdem wir im Januar die Frankfurt-Träume des Berlin-Flüchtlings kennengelernt haben, geht es jetzt um die schon zitierte Passage im 1. Buch des Hauptwerks. Dort heißt es: „Das Leben und die Träume sind Blätter eines und des nämlichen Buches.“ (WWV 1. Auflage, S. 25 – diese Passage findet sich übrigens bereits 1815/16 formuliert, abgedruckt im Handschriftlichen Nachlaß, Band I, S. 340, mit allen dichterischen Belegen versehen). Das klingt sehr überzeugend, führt aber gleich auf einige interessante Fragen: Hat diese Aussage jemand bezweifelt? Wie wurde dieser Zweifel formuliert? Wie steht es überhaupt mit der Wirklichkeit der Träume? Und vor allem: Wo liegt denn bitte der Akzent? Wie hängen eigentlich das Leben und die Träume zusammen? Wie von selbst werden wir auf die Vorstellung eines „Lebensbuches“ geführt, die durchaus nicht selbstverständlich ist.
Die genauere Betrachtung führt uns in zwei ganz verschiedene Richtungen:
Zum einen geht es offensichtlich darum, Träume wie Texte eines Buches zu behandeln, sie also zu lesen oder zumindest lesen zu lernen. Träume, so die These, sind „sinnhaft“. Zum anderen geht es aber umgekehrt darum, Texte wie Träume anzugehen, also wie Oberflächenphänomene, die eigentlich mehrere Schichten aufweisen. Das wäre eine sehr romantische Perspektive. Schopenhauer selbst gibt uns hierzu eine Reihe von Hinweisen auf die verschiedenen Ebenen, die hier zu unterscheiden sind.
Auf jeden Fall empfehle ich aber, zunächst am Thema „Traum“ festzuhalten. Wir kommen von dort dann wie von selbst zu den Nachbarthemen Magie, Magnetismus, Allmacht des Willens und auch zu den vielen Phänomenen, die im Versuch über das Geistersehen (1851) so minutiös beschrieben und geprüft werden. Ziel ist für Schopenhauer dabei immer die rationale Behandlung des angeblich Irrationalen, dessen Bedeutsamkeit für das menschliche Leben für jeden denkenden Menschen außer Frage stehen sollte.
Wir sollten uns auch bereits jetzt mit einer Kurzform der Traumdeutung Freuds (1900 erschienen) vertraut machen. Freuds Buch ist glänzend geschrieben und bietet eine Fülle von hochinteressanten Aspekten. Zentral ist für uns aber die Unterscheidung zwischen dem manifesten Trauminhalt, den Bildern, und dem dahintersteckenden latenten Traumgedanken, der stets durch die vierfache Traumarbeit umgewandelt wird und den es für den Therapeuten oder den Träumer zu entziffern gilt. Wenn wir hier die Parallele zu Schopenhauer ziehen, überrascht es, daß das „Ding an sich“ des Traums uns als eine Art „Gedanke“ präsentiert wird, der angeblich schwarz auf weiß nach Hause getragen werden kann. Bitte lesen Sie vorab den Beginn des VI. Kapitels in der Traumdeutung.
Vorab müssen wir aber klären, was denn ein Phantasma ist und wie es sich von einer normalen Vorstellung sowie einer Idee unterscheidet. Schopenhauers Lehre, das sei schon verraten, wird sich unter dem Traum-Aspekt als eine Art universaler Phantasmagorie erweisen.
In der Hoffnung auf ein angeregtes Gespräch und mit einem herzlichen Gruß und den besten Wünschen für Ihr Wohlergehen in schwierigen Zeiten.
Ihr
Thomas Regehly

Uhrzeit: 25.Feb. 2021 06:00 PM Amsterdam, Berlin, Rom, Stockholm, Wien

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Meeting-ID: 975 3974 4101
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28.01.2021: Zoom-Jour Fixe: Schopenhauers Träume

Liebe Schopenhauer-Freunde und Jour Fixe-Teilnehmer,
zunächst wünsche ich Ihnen allen ein gutes und gesundes Neues Jahr, Mut und Gelassenheit, Zuversicht und ein stets leuchtendes philosophisches Licht!
Im Jahr 2021 sind Schopenhauers Träume – wie angekündigt – Thema unseres Jour Fixe. Es ist bemerkenswert, wie intensiv Schopenhauer sich immer wieder mit Themen befaßt, die den Horizont der traditionellen Philosophie übersteigen, ja in Frage stellen.
Am Ende des letzten Jour Fixe hatten wir gesehen, daß er die Mystik alle Zeiten und Völker sehr ernst nimmt, ohne allerdings zum Mystiker werden zu wollen. Die Beschäftigung mit Träumen führt ihn erneut in ein unruhiges Fahrwasser, das im 18. Jahrhundert außerordentlich populär war, vergleichbar dem Esoterik-Boom der 80er Jahre des 20. Jahrhunderts. Kant, das große Vorbild Schopenhauers, hatte in seinem Artikel über die Träume eines Geistersehers (1766) mit den Spekulationen und angeblichen Erfahrungsberichten Swedenborgs brilliant und überzeugend abgerechnet, ohne aber damit dieses Thema in seiner Bedeutung in Frage zu stellen. Der Essay ist außerordentlich lesenswert und zeigt Kant als weltmännischen, sprachgewandten Schriftsteller. Schillers erfolgreichste Publikation war der Romanentwurf Der Geisterseher, der 1789 erschien und in dem auch der berühmte Zauberer und Wundermann Cagliostro, dessen Familie Goethe 1787 in Palermo besuchte, eine Gastrolle spielte. Auf der einen Seite geht es in Schillers Roman um eine Geisterbeschwörung, auf der anderen Seite um deren restlose Erklärung im Geiste des Rationalismus.
Wir wollen mit Schopenhauers berühmtem Satz beginnen, der lautet: „Das Leben und die Träume sind Blätter eines und des nämlichen Buches.“ Was mutet er mit dieser These seinen Zeitgenossen zu? Inwiefern sind dieses Sätze ein Präludium zur Entdeckung des Unbewußten durch Eduard von Hartmann und für die Traumdeutung Sigmund Freuds (1900)? Sie erinnern sich sicherlich daran, daß wir uns bereits gelegentlich mit dem Thema des Erwachens beschäftigt haben. Im § 58 der Dissertation spricht Schopenhauer davon, ein Werk zu verfassen, das sich zur Dissertation verhielte „wie Wachen zum Traum“, und das Motto des ersten Buches der Welt als Wille und Vorstellung, der Satz aus Rousseaus Roman La Nouvelle Heloise, fordert den Leser umstandslos zum Erwachen auf.
Schopenhauer hat sich zeit seines Lebens für merkwürdige Bücher erwärmen können, wie z.B. für die Aufzeichnungen der Seherin von Prevorst, die unter dem Titel „Originalien und Lesefrüchte für Freunde des inneren Lebens“ Justinus Kerner zusammengestellt hat. Er ging zum nicht geringen Entsetzen seiner wenig geschätzten Kollegen sogar soweit, die Magie als „praktische Metaphysik“ zu bezeichnen, was auch der Schopenhauer-Forschung über Jahrzehnte hinweg wie ein Wackerstein im Magen lag. Mit Schrecken erinnert man sich an die Edition der „Parapsychologischen Schriften“ Schopenhauers durch Hans Bender im Jahr 1961. (Dieser nur noch antiquarisch erhältliche Band ist als Textgrundlage für den Jour Fixe im übrigen sehr hilfreich.) Es war aber Schopenhauers feste und unumstößliche Überzeugung, daß es einem Philosophen nicht ansteht, die Nachtseite des Lebens – von den Träumen über die Sexualität bis hin zur Grausamkeit als Triebfeder des Handelns – zu verleugnen.
Das sind spannende Themen, die sich nach vielen Seiten erweitern lassen! Ich hoffe, daß wir uns endlich einmal wieder zusammenfinden können, um ohne das Hilfsmittel Bildschirm darüber zu sprechen.

Uhrzeit: 28.Januar 2021 06:00 PM Amsterdam, Berlin, Rom, Stockholm, Wien

Zoom-Meeting beitreten
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+41 22 591 00 05 Schweiz
+41 22 591 01 56 Schweiz
+41 31 528 09 88 Schweiz
+41 43 210 70 42 Schweiz
Meeting-ID: 948 4521 7406
Kenncode: 506323
Ortseinwahl suchen: https://zoom.us/u/acDfTMxRWn

Ich hoffe auf Ihr Interesse und grüße Sie herzlich

Ihr
Thomas Regehly

17.12.2020: Jour Fixe (online, Zoom)

Liebe Schopenhauer-Freunde und Jour Fixe-Teilnehmer,
zum Jour Fixe am kommenden Donnerstag lade ich Sie herzlich ein. Er wird wie der letzte pandemie-bedingt als online-Sitzung stattfinden, was am 1.12. doch erstaunlich gut funktioniert hat. Dank Michael Crass sind wir unterwegs zu neuen Ufern für und mit Schopenhauer!
Das Thema lautet – anspruchsvoll genug – "Facetten des Nichts". Sie wissen natürlich alle, wie das Hauptwerk endet – mit einem einzigen großgeschriebenen Wort. Dieser großartige Schlußakkord stand bereits im Jahr 1816 fest, wie uns ein Blick in den Nachlass (HN I) zeigt. Dort ist der ganze Schluß-Passus bereits auf S. 410 ff. zu finden.
Die Vorbereitung auf dieses Ende ist auch in der Vorlesung von 1820 – unserem Thema in diesem Jahr – überzeugend. Im letzten Teil geht es um die Verneinung des Willens. Schopenhauer befaßt sich zunächst mit der Möglichkeit, durch Selbstmord aus dem Leben zu scheiden. Überraschenderweise faßt er den Selbstmord, der ihn zeit seines Lebens immer wieder stark beschäftigt hat, als einen Beleg für eine überstarke Affirmation des Lebens auf. Der Selbstmörder ist der Auffassung: "Dieses Leben will ich nicht, sehe mich aber auch nicht in der Lage, die Bedingungen meines Lebens grundlegend zu ändern." Am anderen Ende der Skala befindet sich die tatsächliche Negation, die darin besteht, auf Reproduktion und Selbsterhaltung komplett und aus freien Stücken zu verzichten. Für die Asketik hat sich schon der junge Student außerordentlich interessiert, wie eine Notiz aus der Mappe Philosophari aus dem Jahr 1813 zeigt, die uns dank Ernst Zieglers vorbildlicher Arbeit seit kurzem gedruckt vorliegt.
In der Vorlesung zur Metaphysik der Sitten zeigt er anschließend, wie sehr seine Lehre von der Verneinung des Willens mit Luthers Ansichten übereinstimmt. Als Nachtrag zum Lutherjahr 2017 sollten wir einen kurzen Blick auf die Einzelheiten werfen, da der Ausflug in die protestantische Dogmatik durchaus erhellend ist. Die bekannten Formeln – sola fide, sola gratia, sola scriptura – kommen vor und werden höchst interessant philosophisch ausgelegt.
Allerdings ist es dann die Kunst, die das wahre Evangelium präsentiert, in den Bildern der Büßer und Märtyrer, der Abgehärmten und Geschundenen. Das ist nun kein sehr weihnachtliches Thema, aber es geht doch immerhin ebenfalls um die Geburt, wenn auch um eine Wiedergeburt. In diesem Kontext erhält der Name Jacob Böhmes einen hohen Stellenwert.
Die Vorlesung endet nicht mit dem Nichts als Schlußwort, sondern der junge Dozent schiebt eine letzte Frage nach: "Woher kommt es denn, daß der Wille in dieser Weise über sich hinaus will?"
Darüber läßt sich aber nichts Genaues sagen, da Begriffe nicht für das "Jenseits der Erkenntnis" taugen. Überhaupt zeigt sich am Schluß der Vorlesung noch einmal sehr deutlich, wie stark Erkenntnis und Welt identifiziert werden und vor allem wie wenig es hilft, Erkenntnis und Wollen abstrakt voneinander trennen zu wollen.
Bitte lesen Sie vorab die letzten Passagen der Vorlesung oder die § 69 bis 71 des Hauptwerks. Es ist interessant, daß Schopenhauer in den späteren Auflagen das Werk mit einer Fußnote schließen ließ, wenn wir den Herausgebern folgen wollen. Die online-Konferenz gibt uns die Chance, die entsprechenden Seiten des Handexemplars allen zugänglich zu machen.

Einwählen können Sie sich per Computer über folgenden Link oder telefonisch mit einer der folgenden Telefonnummern Ihres Landes.
Zoom-Meeng beitreten https://zoom.us/j/95934874068?pwd=M3pDdTZ5WnppWDFBcEt6Vy82Z0xUZz09
Meating-ID: 959 3487 4068
Kenncode: 440616
Einwahl nach aktuellem Standort
+49 30 5679 5800 Deutschland
+49 69 3807 9883 Deutschland
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Ortseinwahl suchen: https://zoom.us/u/ayRg1YCyG

Mit besten Wünschen für die Weihnachtsfeiertage vorab und einem herzlichen Gruß
Ihr
Thomas Regehly


mehr zum Thema Suizid bei Schopenhauer und Mainländer

15.12.2020: Vortrag Michael Crass: Schopenhauer im Netz – Chancen und Risiken (online, Zoom)

Liebe Schopenhauer-Freunde und Jour Fixe-Teilnehmer,
hiermit lade ich Sie im Auftrag der Schopenhauer-Gesellschaft zum meinem Vortrag Schopenhauer im Netz – Chancen und Risiken am 15. Dezember 2020 um 18 Uhr ein.
Ich werde darauf eingehen, wie präsent die Schopenhauer-Gesellschaft im Internet war und ist, und welche Chancen und Risiken ein stärkeres Engagement im Netz mit sich bringt.
Einwählen können Sie sich per Computer über folgenden Link oder telefonisch mit einer der folgenden Telefonnummern Ihres Landes.

Zoom-Meeting beitreten
https://zoom.us/j/94488584516?pwd=L3RRS1p4VS90TXRBdHNtTEZEak5Sdz09
Meeting-ID: 944 8858 4516
Kenncode: 497049
Schnelleinwahl mobil
+493056795800,,94488584516#,,,,,,0#,,497049# Deutschland
+496938079883,,94488584516#,,,,,,0#,,497049# Deutschland

Einwahl nach aktuellem Standort
+49 30 5679 5800 Deutschland
+49 69 3807 9883 Deutschland
+49 695 050 2596 Deutschland
+49 69 7104 9922 Deutschland
Ortseinwahl suchen: https://zoom.us/u/a8B6gKQJb

Ich freue mich sehr auf Reaktionen und eine spannende Diskussion.

Viele Grüße
Michael Crass

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